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An manchen Soßen muss man lange „schrauben“ (Foto: iStock)

Knackiges Frühlingsgemüse

Wie klappt es mit der Sauce?

Während Saucen früher eine Nebenrolle gespielt haben, stehen sie jetzt im Fokus. Welche Begeisterung die kulinarischen Kreationen auslösen können, hat unsere Kolumnistin Andrea Hildebrand erfahren. Sie verrät ihr persönliches Saucen-Geheimnis.

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„Kind, Sauce musst du nehmen. Los, mehr Sauce! Deine Tante macht das beste Ossobuco auf der ganzen Welt.“ Während mein Onkel Adalbert so von der Kochkunst seiner Frau schwärmte, dass ihm keiner zu widersprechen wagte, kippte er einen gefühlten Liter Sauce auf meinen Teller. Bis heute ist dieses Kindheitserlebnis ein Running Gag in der Familie. Mein Verhältnis zu Saucen hat darunter allerdings gelitten. Und so achte ich bei der Zusammenstellung unseres heimischen Speiseplans darauf, dass die Gerichte auch ohne Saucen auskommen. Und wenn der Braten oder die Rouladen auf halbflüssige Begleitung bestehen, gieße ich den Fond eben mit Wasser an, rühre Speisestärke, Salz und Pfeffer unter – fertig. Und Spargel schmeckt ja auch mit zerlassener Butter. Bisher hat sich Klaus, mein Liebster, nie darüber beschwert. Kürzlich waren wir jedoch bei Freunden zum Essen eingeladen. Selbst Onkel Adalbert hätte bei diesem Festmahl zugeben müssen, dass seine Frau in Bezug auf die Kochkunst Konkurrenz hat. „Schatz, die Sauce musst du probieren. Los, mehr davon!“ Klaus ließ mein Rinderfilet unter der „sämigen Sensation“ – seine Worte – verschwinden. War das nicht einfach eine dunkle Sauce? Weit gefehlt, wie die Gastgeber erklärten. Es handelte sich um eine Rotweinsauce. „Und wie wird die gemacht?“, fragte Klaus. Ich glaube, fast hätte er mich gebeten, das Rezept zu notieren. „Wir haben kräftigen Rotwein reduziert, Rinderjus hinzugefügt und mit Butter montiert.“ Bitte? „Also, wir haben den Wein eingekocht, die selbst gemachte Saucenbasis untergerührt und mit kalten Butterstückchen aufgeschlagen. Wie bei einer Sauce Hollandaise, die wird ja auch mit Eigelb und Butter montiert.“ Alles klar? Nein, überhaupt nicht. Zu Hause begann meine Recherche. Es gibt Grundsaucen, zusammengesetzte und selbstständige Saucen. Zu jeder Kategorie gehören zahlreiche Rezepte, die wiederum Vereinigungs- und Schnittmengen bilden. Das ist wirklich die hohe Mathematik der Kochkunst.

Asiatische Spargelpfanne mit Sauce Hollandaise

(Foto: Knorr Natürlich Lecker!)

Als Klaus sich Spargel mit Sauce Hollandaise wünschte, hatte ich so meine Bedenken. Beim Montieren würde ich sicher scheitern. Zuerst lief alles gut. Ich schlug Eigelb und Wein im Wasserbad mit dem Schneebesen cremig und wollte dann die zerlassene Butter hinzufügen – doch leider hatte das Eigelb kleine Flocken gebildet. Da der Spargel und die Kartoffeln gar waren, sah ich von einem zweiten Versuch ab. Schließlich hatte ich wie früher in der Schule einen Plan B. Diesmal war es kein Spickzettel, sondern eine Wundertüte: . Sie ist mir sofort gelungen und supercremig! Und ich hatte ein gutes Gefühl dabei, denn sie besteht zu 100% aus natürlichen Zutaten. Genau wie die Varianten Curry, Waldpilz und Kräuter mit feiner Dill-Note, mit denen selbst ich mittlerweile zum Saucen-Profi geworden bin. Ach, was Klaus zu unserem Spargelessen gesagt hat? „Schatz, du musst mehr Sauce nehmen!“

Das perfekte Rezept steckt in der Tüte (Foto: Knorr Natürlich Lecker!)

 

Zur Person
Andrea Hildebrand

 

Andrea Hildebrand schreibt seit vielen Jahren als freie Journalistin für verschiedene Magazine. Sie hat zahlreiche Kolumnen, Porträts und Reportagen veröffentlicht und lebt mit Terrier-Rentnerin Jette und Herrchen Klaus in Hamburg.

 

Copyright Foto: knorr.de