Zweiter Wohnsitz anmelden - sinnvoll?

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Mitglied seit 30.03.2006
868 Beiträge (ø0,19/Tag)

Guten Morgen,

mein Sohnemann zieht demnächst nach Erlangen in eine WG. Er hat bei uns im Haus eine eigene Wohnung (mietfrei).

Nun meine Frage: Ist es sinnvoll, dies als zweiten Wohnsitz zu melden?

Oder zu Hause zweiter Wohnsitz - Erlangen erster Wohnsitz?

Kann man da steuerlich was absetzen und wie?

Im Mietvertrag ist der jetzige WG-Mieter als Hauptmieter eingetragen. Vorteil - Nachteil???

Wer kann mir helfen????

LG sibif
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Mitglied seit 05.01.2010
10.529 Beiträge (ø3,28/Tag)

Hallo!

Wenn er vorhat gelegentlich nach Hause zu fahren würde ich empfehlen die Wohnung bei Euch als 1. Wohnsitz und Meldeadresse zu lassen, dann kann er die Fährt nämlich absetzen.

LG Mina
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Mitglied seit 09.01.2009
17.545 Beiträge (ø4,92/Tag)

Hallo,

Ihr solltet im Vorfeld erst einmal klären, ob eine dieser Städte Zweitwohnsitzsteuern erhebt. Da werden auch Studenten zur Kasse gebeten.

Gruß Alex
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Mitglied seit 16.08.2008
2.904 Beiträge (ø0,78/Tag)

Hallo!

Anmelden muss er eh beide Wohnsitze. Die Frage ist nur, welches der erste, und welches der zweite wird.
Mich haben meine Eltern damals gebeten, den Studienort als Erstwohnsitz zu melden, kam sie nebenkostenabrechnungstechnisch billiger. Da würde ich mich mal erkundigen. Dass er die Fahrt nach Hause absetzen kann, finde ich steuerlich für einen Studenten nicht so relevant, der wird wahrscheinlich nicht genügend verdienen dass er Steuern zahlen müsste.

Gruß, Claudia
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Mitglied seit 14.05.2009
1.498 Beiträge (ø0,44/Tag)

Hallo,

für den einen oder anderen Studenten mag auch relevant sein, ob in der Studienstadt auch etwas herausspringt, wenn man dort Erstwohnsitz anmeldet. Das kenne ich bisher aus mehreren Städten, die bis zu 200€ bezahlen, wenn man Erstwohnsitz anmeldet.
Ansonsten aber, wie von ars_vivendi angesprochen, klären, ob Steuern fällig werden.
Manchmal kann auch ein Blick in die entsprechende Verordnung interessant sein, ob es besondere Fälle gibt, dass Studenten befreit sind oder nicht melden müssen oder erst ab einem Zeitraum von xx Monaten.

Gruß
Sheza
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Mitglied seit 30.03.2006
868 Beiträge (ø0,19/Tag)

Hallo,

danke für eure schnellen Antworten.

Sorry!!!!!!!!!
Ich hab leider vergessen zu erwähnen, dass er nicht zum Studieren sondern für eine Arbeitsstelle nach Erlangen zieht.

Macht das einen Unterschied??

LG sibif
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Mitglied seit 04.04.2005
13.838 Beiträge (ø2,8/Tag)

Hallo,

Fahrten zwischen Wohnort und Arbeit kann man steuerlich absetzen, aber das geht natürlich nur, wenn die Entfernung passt. wobei das auch so eine Sache ist. wir haben einen Kollegen, der täglich von Nürnberg nach München fährt. Wenn Wohnung und Arbeitsstätte in Bahnhofsnähe liegen und man den ICE nimmt, dann scheint das zu gehen.

Wenn das eine keine normale Mietwohnung, sondern bei den Eltern ist, fällt doppelte Haushaltsführung aus. Ist am Wohnort der Eltern allerdings der Lebensmittelpunkt, dann kann man die Fahrten steuerlich geltend machen.
es kommt allerdings vor, dass das Finanzamt mal Rechnungen für Inspektionen o.ä. vom Auto sehen möchte, um zu prüfen, ob der KM Stand des Tachos sich auch dementsprechend verändert.
Wenn in einem der Orte eine Zweitwohnsitzsteuer verlangt wird, dann vorsicht.

lg
morgaine
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Mitglied seit 11.12.2005
30.447 Beiträge (ø6,49/Tag)

Hallo zusammen!


In Deutschland gibt es ein Meldegesetzt.

Ich denke, wenn man mehr als 180 Tage an einem Wohnort lebt, dann muß man sich dahin anmelden.

Es ist also entscheidend, wo der Lebensmittelpunkt ist.

Liebe Grüße Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
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Mitglied seit 27.08.2009
554 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo,

ich habe einen Zweitwohnsitz in Süddeutschland aus beruflichen Gründen. Lt. Meldegesetz ist das mein 1.Wohnsitz, da Single.
Hier ist das Melderecht abweichend vom Steuerrecht zu sehen.
Also, wenn er sich anmeldet, wird der berufliche Wohnort zum 1.Wohnsitz, die Familienheimfahrt kann er steuerlich geltend machen,
1x wöchentlich wird anerkannt, kürzeste Entfernung oder entsprechende Fahrkarten. Bei PKW Nutzung ist ratsam, Tankquittungen aus
beiden Wohnorten zu verwahren.

ABER, eine unentgeltlich!!! genutzte Wohnung im Elternhaus führt mit Sicherheit zu Diskussionen mit dem Finanzamt. Es kann nämlich
passieren, dass vom Finanzamt die Mietverträge angefordert werden. Vor allem, wenn ein Zeitraum von 2 Jahren überschritten wird.
Ich musste sogar die Mietverträge mit Zeichnungen der Wohnungen einreichen, zur Prüfung, dass es sich wirklich um abgeschlossene
Wohnungen mit sanitären Einrichtungen handelt.
Noch ein Tipp, ab 2014 werden auch keine qm Begrenzung mehr berücksichtigt (60qm) sondern eine maximale Miete von € 1000,00
pro Monat für eine Zweitwohnung.

Gruß
Ursula
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Mitglied seit 05.01.2010
10.529 Beiträge (ø3,28/Tag)

@Emmy-Ly: Das stimmt, außer man hat an dem anderen Wohnort seine Familie.
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Mitglied seit 27.08.2009
554 Beiträge (ø0,17/Tag)

@Finlon
dann ist er aber nicht mehr Single!
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Mitglied seit 03.06.2007
18.514 Beiträge (ø4,46/Tag)

Pfeil nach rechts Ich hab leider vergessen zu erwähnen, dass er nicht zum Studieren sondern für eine Arbeitsstelle nach Erlangen zieht. Pfeil nach links

Dann wäre es auch wichtig, neben den Ausführungen, die Atsuki schon angebracht hat, welche Stadt in welche Höhe eine Zweitwohnungsteuer erhebt.

Mein Sohn hat seine Wohnung am Studienort auch als Zweitwohnung angemeldet, muss aber jedes Jahr einen Nachweis erbringen, dass sein Einkommen so niedrig ist, dass keine Zweiwohnungsteuer fällig wird.

Die Höhe der Zweitwohnungsteuer ist übrigens so weit ich informiert bin, nicht vom Einkommen abhängig, sondern von der Höhe der Kaltmiete. Befreit ist nur, wer eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet, so jedenfalls am Zweitwohnort meines Sohnes.


LG Anne

Es wird ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten - Wilhelm Busch
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Mitglied seit 05.01.2010
10.529 Beiträge (ø3,28/Tag)

@Atsuki: Naja, hier schreibt ja seine Mutter, daher gehe ich mal davon aus, dass sie als seine Familie zählt. Meine Cousins haben beide ihren Erstwohnsitz bei ihren Eltern, weil sie regelmäßig nach Hause fahren. Da geht das. Und von einigen Kommilitonen und Mitbewohnern weiß ich, dass sie es auch so handhaben.
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Mitglied seit 27.08.2009
554 Beiträge (ø0,17/Tag)

@Finlon,
das ist ja auch kein Problem, solange die Mietbedingungen okay sind und dem sogenannten "Fremdvergleich" standhalten"
Und das ist immer der Knackpunkt.

@Anne-Isabell, die Nebenkosten wie eine Zweitwohnungssteuer wären steuerlich berücksichtigungsfähig. Wobei wie gesagt, die
"Zweitwohnung" der erste Wohnsitz ist, wenn er sich am Ort der Berufstätigkeit eine Wohnung nimmt und dort anmeldet. Da könnt
Ihr nix drandrehen, das ist so, solange er nicht verheiratet ist. Ihr könnt die Entscheidung, welche Wohnung bei Anmeldung 1. oder 2. Wohnsitz ist, nicht beeinflussen. Siehe oben, lt. Melderecht, so ist es in Hessen, wo ich eine Zweitwohnung hatte und ebenfalls in
derzeit BW.

Gruß
Ursula
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Mitglied seit 24.07.2012
2.458 Beiträge (ø1,08/Tag)

man kann aber bei der anmeldung schummeln, indem man zb behauptet, man würde nur an 2 tagen die woche im betrieb arbeiten und die anderen 3 tage homeoffice in der elternwohnung machen. überprüft ja keiner.
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