Hat jemand Erfahrungen bei Paukenröhrchen- und Rachenpolypen-OP?

zurück weiter

Mitglied seit 08.11.2003
1.542 Beiträge (ø0,29/Tag)

Hallo ihr Lieben!!

Meine Freundin hat einen fast 3-jährigen Sohn, dem so eine OP gemacht werden soll. na dann...Bei dem kleinen Mann schwingen die Trommelfelle nicht mehr traurig. Bei jeder Erkältung sind die Ohren \"zu\". Er ist ein fröhliches kleines Kerlchen. Sie hat nun einige Bedenken ob sie es machen lassen soll. Habt ihr irgendwelche Erfahrungen, die ich weiterleiten kann? Wird es danach wirklich besser? Auf was muß man danach achten?Hat so eine OP Risiken?

Ich selber habe ihr dazu geraten, weil ich denke, der Kleine wird in seiner Sprachentwicklung gehemmt u.ä.. Aber leider habe ich zwar schon OP\'s an meinem Sohn mitmachen müssen, aber keine in solcher Art. Und als \"Nichtbeteiligte\" kann man immer gut reden.... mhmmmh hmmhmhmmmmhhh Könnt ihr mir was raten? Was soll ich ihr sagen?? Was denn nun?

Ich danke euch vielmals und ganz herzlich für Eure Hilfe.

Viele liebe Grüße aus dem Schwarzwald OH TANNE...

joshifroschi alias Susanne
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 17.01.2002
637 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo Susanne,
meine Tochter war damals 3 1/2 Jahre alt, als diese Operation gemacht werden mußte. Ich hatte damals gar keine Wahl, weil sich bereits Wasser hinter dem Trommelfell angesammelt hatte und somit das Hören immer schlechter wurde.
Wir haben es nie bereut. Vorher waren Mittelohrentzündungen an der Tagesordnung. Jede Erkältung schlug gleich auf die Ohren.
Die OP an sich war auch gar kein Problem. Das ganze wurde ambulant gemacht. Gleich am Empfang gab es ein \"Beruhigungsschnäpschen\" fürs Kind. Das hat ganz toll gewirkt.
OP war dann in 20 Minuten erledigt. Wir mußten dann noch 2 Stunden dableiben, bis sie wieder richtig wach war. Der Tag an sich war dann gelaufen, weil sie nur müde war. Einmal blutete es ganz kurz aus dem Ohr, aber der Arzt sagte, das ist in Ordnung.
Am nächsten Tag war bereits alles vergessen. Das Ganze ist jetzt bereits 8 Jahre her und meine Tochter hatte keine Mittelohrentzündung mehr. Toi toi toi.
Das Gehör wurde danach auch mehrmals getestet und alles war in Ordnung.
Die einzigen Nachteile sind, daß der Kopf nicht gänzlich unter Wasser kommen darf. Haarewaschen, Duschen und Baden ist kein Problem. Nur eben Tauchen. Das muß natürlich nicht für jeden schlimm sein, nur meine Tochter hat gerne immer getaucht.
Bei ihr blieben die Röhrchen fast ein Jahr drin. Normalerweise sagt man ja ca. 6 Monate. Aber bei jedem ist das unterschiedlich, sie fallen von selber raus.
Ich kann also nur zuraten.

Viel Glück
Gruß Schmitty
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 19.09.2003
345 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo Susanne
meine Tochter jetzt 7 Jahre alt hatte vor zwei Jahren auch diese Röhrchen. Wir haben es bis heute nicht bereut obwohl es bei ihr nicht ganz einfach war.
Als sie diese Röhrchen bekommen hat war Sommer und meine Tochter war( ist wieder) eine richtige Wasserratte. Das proplem ist wenn diese Dinger drin sind darf man auf keine Fall Wasser in die Ohren bekommen sonst entzündet sich das ganze. Also mußte sie im Schwimmbad sehr aufpassen das sie mit dem Kopf nicht unter Wasser kommt und das sie nicht von anderen Kindern so naß gesprtizt wurde das es in die Ohren gehen könnte. Aber leider ist es trotz Aufpassen passiert. Das ganze hatte sich übel entzündet. und von da an hatte sie immer Ärger mir diesen Röhrchen. das ging so weit das sie allergisch darauf wurde.Sie hatte die aus Titan drin. Es gibt aber auch welche aus Silikon.
Nun nach langem hin und her wurden ihr die Dinger wieder raus operiert.
dann mußten wir abwarten wie sich die Ohren entwickelten. Die Ärtze meinten aber das sie die Röhrchen wieder brauchen würde diesmal die aus Silikon. Das wäre wieder eine Vollnarkose gewessen.
Aber wir hatten Glück. Sie brauchte die Röhrchen nicht mehr. Und bis heute ist alles OK.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Adriana OH TANNE...
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 27.11.2003
595 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo Susanne,

auch ich möchte dir kurz meine Erfahrungen mit Paukenröhrchen mitteilen.

Im Mai 2001 stand bei uns die ambulante OP unseres Sohnes bevor. Er war damals 3 Jahre alt. Er bekam links ein Paukenröhrchen gesetzt, und rechts einen Schnitt ins Trommelfell. Des weiteren hat er gleichzeitig die Polypen entfernt bekommen. Der Arzt meinte nur, so viele Polypen habe er noch nie aus einem Kind rausoperiert!!

Von diesem ambulantem Eingriff hat er sich auch am gleichen Tag wieder gut erholt.

Insgesamt gesehen, hat dieser Eingriff für ihn keine Besserung gebracht, da er zusätzlich noch Kontaktmandeln hatte.

Auf meine Frage hin, warum denn dann nicht auch die Mandeln direkt mitentfernt würden, hieß es nur, daß man erst mal nur mit dem kleineren Übel anfängt. Das waren nun mal die Polypen.

An seinem Gesundheitszustand hat sich nichts geändert, bis wir dann ca. 1 Jahr später die Mandeln haben entfernen lassen. da war er dann 4 Jahre alt. Vorher haben uns die Ärzte alle abgeraten, er sei noch zu jung mit 3 Jahren. Also hatten wir 4 Jahre lang ein wirklich immer krankes Kind.

Doch, oh Wunder, haben wir seit gut 1,5 Jahren ein so gesundes Kind. Es lag also hauptsächlich auch an den Mandeln.

Jedoch mit der Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell ist nicht zu spaßen. Sie wird mit der Zeit immer zäher und das Kind hört alles nur ganz dumpf.

Falls also die Mandeln ok sind, würde ich auf jeden Fall diesen Eingriff tätigen lassen. Nach dem Eingriff erkennt man innerhalb kürzester Zeit schon Erfolge.

Falls aber die Mandeln auch nicht ok sein sollten, wäre eine kombinierte OP von Vorteil, da dann nur einmal Vollnarkose gesetzt werden müßte.
Wir hatten leider das Pech, daß unser Sohn innerhalb von 9 Monaten 2 Vollnarkosen über sich ergehen lassen mußte. Ich habe mindestens genauso gelitten wie er.

Dadurch, daß unser Sohn sich nun leider fast 4,5 Jahre mit ewigen Mandelentzündungen, Mittelohrentzündungen etc. herumschlagen mußte, sind wir zur Zeit in Logopädischer Behandlung.






Zitieren & Antworten

Mitglied seit 08.11.2003
1.542 Beiträge (ø0,29/Tag)

Hallo ihr Lieben!! Lachen Lachen

Ich bedanke mich für die bisherigen Beiträge ganz herzlich. Ich werde dies meiner Freundin zeigen und ich hoffe, ihre Entscheidungsfindung wird dadurch einfacher.

Ich grüße euch recht herzlich aus dem verschneiten Schwarzwald BOOOIINNNGG....

joshifroschi OH TANNE...
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 24.11.2003
145 Beiträge (ø0,03/Tag)

Diese OP ist absolut hilfreich, zwei meiner drei Kinder haben sie hinter sich, alle ohne Probleme. Bei meinem Großen wurde es sogar 3 x gemacht, solche Probleme hatte der mit den Ohren. Beim einer Tochter wurden die Polypen mit entfernt... alles ambulant und nie ein Problem.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 22.11.2003
1.520 Beiträge (ø0,28/Tag)

Viel Glück!

Hoffentlich klappt das bei dem Kerlchen so gut wie es die anderen beschrieben haben.
Mein Sohn wurde mit zwei Jahren zum ersten Mal operiert, Paukenröhrchen und Polypen. Kaum war das Röhrchen raus gings wieder los mit Ohrenentzündungen! Jedesmal Penicillin! Inzwischen hat er eine Penizillinallergie!
Hinzu kam durch das dauernde schlechte Hören eine Verzögerung der Sprachentwicklung und damit einhergehend eine Rechtschreibschwäche (wenn man ein b und ein p nicht raushört, kann mans auch nicht schreiben).
Mit acht hatte er eine Halsentzündung, konnte danach nur noch Suppe und Eis essen und hat fünf!!! Kilo abgenommen, bis ein Arzt feststellte, daß die Mandeln so dick sind, daß da sonst keine Nahrung mehr durchging. Im Krankenhaus haben sie ihm dann gleich noch ein Dauerröhrchen ins recht Ohr gesetzt! Das kam nach einem Jahr raus und das Loch ist bis heute noch nicht richtig zu!
Seitdem bekommt er jedes Jahr mindestens einmal eine Mittelohrentzündung, bei der das gerade erst zugewachsene Loch im Trommelfell wieder auf geht! Letztes Jahr bekam er nach dem Urlaub am Meer eine Gehörgangsentzündung die ins Mittelohr überging mit tagelangem hohem Fiebe! Ich dachte der stirbt mir!!!
Mein Sohn wird jetzt 13 und ein Ende ist nicht in Sicht!
Und das einem Kind, das eine ausgesprochene Wasserratte ist!
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.05.2003
29 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Susanne,
also meine beiden Söhne haben auch diese OP hinter sich und ich kann nur dazu raten. beim großen war es kurz vor der OP so weit das ständig sagte Mama spricht lauter, mama sag noch mal (er war drei). Nach der Op sagte er dann redt nicht so laut Mama. Das war toll.
Die OP ist bei beiden ambulant gemacht worden und unproblematisch verlaufen. Wir sind auch schwimmen gegangen mit Röhrchen. So schlimm ist das nicht erstens kann man Watte in die Ohren stecken und zweitens ist nicht ganz so einfach das durch dieses kleine Röhrchen Wasser durchkommt, jedenfalls durch ein bischen planschen und Wasser spritzen.
Also keine Angst.
Im übrigen kann die Sprache dadurch wirklich in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn sich Wasser hinter dem Trommelfell bildet und der Kleine schlecht hört.

Anja
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 27.11.2003
595 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo Susanne,

wenn sich deine Freundin zur OP entschließt und auf das Schwimmen mit dem Kind nicht verzichten möchte, kann ich ihr empfehlen, zu einem Optiker (der auch mit Hörgeräten zu tun hat) zu gehen und sich dort formbaren Wachs extra für die Ohren zu holen. Das ist absolut sicher. Sie brauch ihn dann einfach nur passend für das Ohr ihres Sohnes zu kneten und ihn dann vorsichtig anpassen.
Da kommt garantiert nichts durch
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 01.12.2003
145 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Susanne,

nachdem bei meinem Grossen Mittelohrentzündungen und Ohrenschmerzen an der Tagesordnung waren und ich fest gestellt habe, dass er immer schlechter hört, wurden ihm ambulant Röhrchen eingesetzt und die Polypen entfernt. Es war zwar im Sommer ein ständiger Kampf beim Baden, weil ich ihn nur mit Silikonstöpseln oder mit vasiline getränkter Watte ins Wasser gelassen habe und mit Schwimmerbadekappe. Aber es hat sich gelohnt, er hat danach nichts mehr in der Richtung gehabt. Es ist allerdings auch so, sowie eines meiner Kids Schnupfen hat, bekommen sie von mir Nasentropfen damit die Tuben belüftet werden und ihnen event. Ohrenschmerzen erspart bleiben. Beim Zweiten hab ich nicht mehr so lange gewartet und bei ihm hat ein Schnitt im Trommelfell genügt.
Viel Glück
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 18.01.2004
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Schmitty,

wie wir gelesen haben hast du bei deinem Kind auch operativ Paukenroehrchen einsetzen lassen.
Musstest du deinem Kind auch ueber den gesamten Zeitraum, in dem die Roehrchen drinnen wahren, cortisonhaltige und antibiotische Ohrentropfen geben?
Wir sind etwas beunruhigt, da wir nicht wissen ob diese Verordnung des Arztes hier in Dubai, auch in Deutschland als gaenginge medikamentoese Behandlung nach diesem Eingriff verschrieben wird, da eine staendige Behandlung mit solchen Medikamenten ja andere nebenwirkungen und auch eine Imunitaet hervorrufen koennen.

Wir wuerden dich und auch jeden anderen der zu dieser Frage eine Antwort hat, herzlich um eine baldige Antwort bitten, da wir in zwei Tagen wieder einen Termin beim Arzt haben.

Vielen Dank

Barbara
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 27.11.2003
595 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo Barbara,

bei meinem Sohn wurden die Polypen entfernt und Paukenröhrchen gelegt, wie ich hier am 28.11.2003 in meinem Beitrag euch mitgeteilt habe. Jedoch von der Nachbehandlung mit cortisonhaltiger und antibiotischen Ohrentropfen habe ich noch nichts gehört.

Hatte auch schon viel Erfahrungsaustausch mit vielen Müttern im Internet, Kindergarten, Schule usw.
Niemand hat von dieser Behandlung gesprochen.

Vielleicht gibt es der Arzt nur zur Vorbeugung weil er vielleicht eine Entzündung befürchtet, die aber gar nicht eintreten muß !!! Von daher würde ich an deiner Stelle erst einmal dankend ablehnen und abwarten.

Viele Grüße

Steffi
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.02.2004
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Lächeln,
ich kann die Bedenken Ihrer Freundin sehr gut verstehen. Auch ich stehe nun vor dieser Entscheidung. Mein Sohn ist jetzt 4,5 Jahre alt und hört von Tag zu Tag schlechter. Im Kindergarten hat er schon seine Probleme dadurch, und ich denke ich werde es auf jeden Fall machen lassen müssen. Ganz wohl zum Heulen ist mir bei dieser Sache aber nicht. Die Beiträge zu diesem Thema muntern mich aber ein wenig auf, und ich hoffe das es auch meinem kleinen Schatz danach viel besser geht und alles wieder normal sein wird.
Liebe Grüße und alles Gute
Nicole
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 05.02.2004
893 Beiträge (ø0,17/Tag)

Also ich habe diese OP hinter mich gebrach, da war ich gerade 8 Jahre jung.
Hatte damals eine Erkältung nach der anderen, und das ging auch jedesmal auf die Ohren, und Wasser hatte ich wohl auch hinterm Trommelfell.

Mir haben se dann diese Röhren gelegt in beide Ohren, Polypen (oder wie die heißenna dann...)und die Mandeln habe ich herausbekommen. Diese Röhrchen habe ich aber glaub ich nur 2 oder 3 Wochen drin gehabt.
Ich hatte keinerlei Probleme hinterher, mir gings sogar viel besser, und es war faszinierend, wie laut es sein konnte.
Und es gab damals jeden Tag Vanilleeis im Krankenhaus Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Das schlimmste, was für mich damals am KH-Aufenthalt war, war die Grießsuppe am letzten Tag Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Zitieren & Antworten

Mitglied seit 27.11.2003
595 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo Nicole,

zu diesem Schritt kann ich dir nur raten, da dein Sohn immer weniger hören wird, da die Flüssigkeit die sich hinter dem Trommelfell ansammelt immer zäher wird.

Dadurch resultieren auch auf Dauer Entwicklungsverzögerungen, besonders in der Sprache.

Habe die ganze Prozedur jetzt fast 3 Jahre hinter mir und kann nur sagen, mein Kind ist jetzt endlich gesund. Sind zur Zeit halt nur noch in Logopädischer Behandlung, aber das meistert er wirklich gut. Werden noch ca. 10 Anwendungen haben und sind dann endlich fertig.

LG Vampirchen hechel...
Zitieren & Antworten
zurück weiter

Partnermagazine