Lohnt es sich in die Steuerklasse 4/4 zu wechseln?

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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 16.06.2010
21 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo,

ich hätte da mal eine Frage.

Wir haben zzt. die Steuerklassen 3/5 und wollen evtl. ab 2012 wechseln zu 4/4 (mit 2 Kinderfreibeträgen), da ich ab Januar einen neuen Job annehme, wo ich etwas mehr verdiene. In den letzten Jahren mußten wir immer was ans Finanzamt nachzahlen bei der Einkommenssteuererklärung. Nun möchten wir das ab 2012 gerne ändern. Uns wäre es also lieber monatlich etwas weniger zur Verfügung zu haben, dafür aber bei der Einkommenssteuer eine Erstattung zu bekommen.

Kann mit jemand verraten bis zu welchem (Zirka-)Jahreseinkommen man mit einer Erstattung rechnen kann und ab welchem Betrag man auch bei 4/4 nachzahlen muß. Und erhalten bei 4/4 beide Ehepartner die 2 Kinderfreibeträge?

Ich danke euch schon mal für eure Antworten.

Viele Grüße

Sweet Lachen
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.05.2004
7.766 Beiträge (ø1,48/Tag)

Hallo,

was die Erstattung angeht, kann ich Dir leider nicht helfen. Hängt auch ein bisschen davon ab, was man in der Steuererklärung alles geltend macht.

Auf 4/4 wechselt man in der Regel dann, wenn bei beiden Partnern der Verdienst ähnlich hoch ist.

Und Kinderfreibeträge werden auf beide aufgeteilt. Jeder hat dann also 1 Kinderfreibetrag.

Beste Grüße
Tsunami
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 16.06.2010
21 Beiträge (ø0,01/Tag)

Jeder hat nur einen Freibetrag oder pro Kind einen? Wir haben ja 2 minderjährige Kinder. Ich habe bei einem Online-Rechner gesehen, dass man auch 2 Freibeträge haben kann, weiß aber nicht obbei 4/4 nur generell einen oder pro Kind.

lg Sweet
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Mitglied seit 17.01.2002
22.742 Beiträge (ø3,74/Tag)

Das Finanzamt rät, bei Einkommen, die sich zwischen den Ehepartnern innerhalb 40 und 60% abspielen, die 4/4-Version zu nehmen. 3/5 nur dann, wenn der besser Verdienende mehr als 60% hat (und der sollte dann in 3 sein). Ob etwas zurückkommt oder nachgezahlt werden muss, hängt allerdings außerdem entscheidend von den Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen und Außergewöhnlichen Belastungen ab. Die Steuerklassen haben auf die gesamte Steuerschuld überhaupt keine Auswirkungen, sie dienen nur dazu, die monatlichen Belastungen möglichst sinnvoll und praktisch zu gestalten.

LG UTee
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.05.2004
7.766 Beiträge (ø1,48/Tag)

Wenn Ihr zwei Kinder habt, ergibt das für die Familie in der Summe zwei Kinderfreibeträge. Möchten nun beide Elternteile in den Genuss der Kinderfreibeträge kommen, dann bekommt jeder einen Kinderfreibetrag zugesprochen.

Würde nämlich jeder zwei Kinderfreibeträge zugesprochen bekommen, dann wären das ja in der Summe vier Kinder, die Ihr nun mal nicht habt...
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 16.06.2010
21 Beiträge (ø0,01/Tag)

Aha.....so ist das also. Bei 3/5 hat Göga ja 2 Freibeträge und ich keinen.

Zu den Ausgaben kann ich sagen, dass wir keine außergewöhnlichen Belastungen haben bzw. in Ansatz bringen können, leider nur die Pauschbeträge. Auch unsere Arbeitswege sind (GsD) unter 10 km und somit nicht relevant.
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 04.08.2008
9.760 Beiträge (ø2,64/Tag)

Zwischen den Gehältern sollte kein all zu großer Unterschied sein. Ein Ehegatte darf allerhöchstens 1/3 mehr verdienen, dann lohnt sich Steuerklasse 4/4, ansonsten nicht...
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Mitglied seit 04.11.2003
7.260 Beiträge (ø1,34/Tag)

@Utee: wir knobeln gerade über die gleiche Frage... allerdinges ohne Kinderfreibeträge. Was heißt Pfeil nach rechts die sich zwischen den Ehepartnern innerhalb 40 und 60% abspielen Pfeil nach links Wichtige Frage

Ich gebe zu, ich habs nicht mit sowas... 40 - 60% wovon? Was denn nun?

Liebe Grüße
Trinä
(Nr. 106 im CdbU!)
Mitglied der IzRdvAbMe.V.


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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 16.06.2010
21 Beiträge (ø0,01/Tag)

Also ich verdiene dann nur 38,5 % vom Brutto meines Mannes. BOOOIINNNGG....
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 28.07.2006
19.515 Beiträge (ø4,41/Tag)

ich kenn dass auch wie Utee schreibt, Aufteilung Gesamteinkommen maximal 40% und 60 %

Udo, ein Drittel mehr... wovon, das Drittel????
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.05.2004
7.766 Beiträge (ø1,48/Tag)

Mal ein ganz einfaches Rechenbeispiel:

Beide verdienen in der Summe 1.000 Euro (ich weiß, unrealistisch, aber einfacher zu rechnen Na! )

Der eine verdient 800 Euro, der andere 200 Euro. => bei 3/5 bleiben

Beide verdienen 500 (oder auch 450/550, bis hin zu 600/400) Euro => 4/4 macht Sinn

Bezogen auf das Rechenbeispiel heißt das also: Sobald einer von beiden mehr als 600 Euro verdient, macht das 4/4 Modell nicht mehr wirklich Sinn.
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Mitglied seit 17.01.2002
22.742 Beiträge (ø3,74/Tag)

Also, wenn ihr beide Gehälter zusammenrechnet, dann sind das 100%. Dann könnt ihr ausrechnen, wie viel Prozent auf jeden entfallen. Beispiel: Nehmen wir ein Familieneinkommen von beiden zusammen von 3000 Euro an. Davon sind 60% 1800 Euro und 40% 1200 Euro.

Wenn also der eine mehr als 1800 und der andere weniger als 1200 verdient, dann ist 3/5 günstiger.
Wenn der eine weniger als 1800 und der andere mehr als 1200 verdient, dann ist 4/4 günstiger.

Sweet Muffin, wenn du nur 38,5% vom Brutto deines Mannes verdienst, dann hast du am gesamten Familieneinkommen knappe 28% und dein Mann fast 72%. Er sollte also 3 nehmen und du 5.
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Mitglied seit 04.11.2003
7.260 Beiträge (ø1,34/Tag)

Danke Utee! Manchmal steht man echt aufm Schlauch! Wenn ich also unsere Bruttoeinkommen addiere und dann einen Dreisatz drüber huschen lasse, habe ich 63,ebbes% und Herr Trinä 35,ebbes%. Wenn ich Euch recht verstanden habe, sollten wir die 4/4, die wir derzeit haben, gründlich überdenken.

Liebe Grüße
Trinä
(Nr. 106 im CdbU!)
Mitglied der IzRdvAbMe.V.


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Mitglied seit 17.01.2002
22.742 Beiträge (ø3,74/Tag)

Ach so, eins sollte ich noch dazu schreiben: Eine "falsche" Steuerklassenwahl wird auf alle Fälle durch einen Einkommensteuerjahresausgleich wieder ausgeglichen! (Müsst ihr aber auch machen!). Es ist dann nur so, dass man während des Jahres insgesamt zu viel zahlt und dem Finanzamt sozusagen einen zinslosen Kredit gibt.

Was ich nicht ganz verstehe, Sweet Muffin, ist, dass ihr überhaupt nachzahlen musstet! Das sollte eigentlich nicht passieren, wenn man nicht noch andere Einkunfstarten (z.B. aus Kapitalerträgen, Selbstständiger Arbeit, Mieteinnahmen etc.) hat. Oder habt ihr euch Freibeträge eintragen lassen, die ihr dann doch nciht erreicht habt?
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 06.10.2006
4.981 Beiträge (ø1,14/Tag)

Hallo,
auch wir sind damit gerade befasst und ich hab mich mit dem Thema zuvor noch nie beschäftigt, darf ich auch noch was fragen?

Angenommen, unsere Gehälter liegen relativ nah beieinander - innerhalb des 40-60%-Korridors. Wir nehmen aber trotzdem die 3/5-Variante. Wird dann pro Monat tendenziell zu viel oder zu wenig abgezogen?
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